Die Sekundarstufe

Grundlage der Arbeit in der Sek I ist wie auch in der Grundschule das Konzept "Lernen heißt lebendig sein." Es beruht auf den erkenntnistheoretischen Arbeiten von Humberto Maturana, die in der "systemischen Theorie der Autopoesie" ihren Ausdruck finden. Hier seien nur einige aus diesem Ansatz folgende Leitlinien genannt:

1. Jede rational Handlung fußt in einer Emotion.

2. Soziale Systeme lassen sich nur auf der Basis von Zuneigung und Liebe. aufbauen. (Maturana spricht in diesem Zusammenhang von der "Biologie der Liebe"). Systeme die auf Gehorsam und Angst aufgebaut sind führen nicht zu einem sozialen System.

3. Jeder Mensch tut das, was alle Lebewesen tun: Er erhält seinen momentanen inneren Zustand aufrecht. Veränderungsdynamik entsteht durch Auseinandersetzung mit der Mitwelt und ist individuell sowohl zeitlich als auch inhaltlich verschieden und gründet auf den individuell verschiedenen Erfahrungshintergründen.

4. Sprache ist dabei der zentrale Schlüssel. "Mensch sein heißt in der Sprache leben." Dieser Punkt ist für die konzeptionelle Begründung der Schule die entscheidende erkenntnistheoretische Grundlage.

5. "Denken in Prozessen und Planen in Qualitäten" beschreibt kurz einen der wesentlichsten prinzipielle Grundsätze, die der Gestaltung des pädagogischen Alltag zugrunde liegen.

Daraus hat sich in der Arbeit der letzten sechs Jahre eine Lernstruktur entwickelt, bei der die Begriffe "Selbstorganisation" und "Selbstverantwortung" zentral und untrennbar sind.