PrinzHöfte Schule Bassum erklärt in 60 Sekunden

Ihr möchtet gerne, dass euer Kind sich zu einem kommunikativen, toleranten, kompromissbereiten, kreativen, selbstbewussten Menschen entwickelt? Das wollen wir für unsere Kinder auch. Ihr habt aber auch schon festgestellt, dass in den engen Lehrplänen der allgemeinbildenden Schulen all diese Themen nicht auf dem Lehrplan stehen und sich der Alltag eher mit Kampf, Frust und Druck beschreiben lässt? Auch das ging uns nicht anders. Wir wollen etwas besser machen und betreiben deshalb gemeinsam mit ca. 200 anderen Erziehungsberechtigten, 12 Pädagog*innen und einigen anderen Mitarbeiter*innen die PrinzHöfte Schule Bassum. Das Ganze ist schon seit langem kein »Experiment« mehr, sondern in den letzten 20 Jahren zu einer soliden Erfolgsgeschichte geworden. Jedes Jahr verlassen unsere Schüler*innen die Schule mit einer externen, durch die Landesschulbehörde organisierten Prüfung mit überwiegend sehr guten Abschlüssen. Und zusätzlich haben sie in ihrer Schulzeit eben die Fähigkeiten entwickelt, die wir uns alle für unsere Kinder wünschen.

Wie funktioniert das?

Unsere Schule ist eine von den Erziehungsberechtigten getragene Schule. Dies geschieht zum einen über ein monatlich zu zahlendes Schulgeld. Zum anderen über Arbeitsstunden, die von jeder Familie zu erbringen sind, von Gartenarbeit über Angebote von Nachmittagsaktivitäten über die kaufmännische Kommission oder auch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit u.v.m. Hier sollten alle etwas finden, das sie für das System PrinzHöfte Schule Bassum erbringen können. Von den Einnahmen durch das Schulgeld und durch staatliche Förderungen werden die Pädagog*innen und Angestellten finanziert.

Das pädagogische Konzept

Das Konzept der Schule basiert auf reformpädagogischen (Freinet) und systemischen (Maturana) Ansätzen. In unserem System wird der einzelne Mensch mit seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen in den Mittelpunkt gestellt. Das System darüber ist fehlertolerant und lädt dazu ein, seine eigenen Fähigkeiten im Bereich Selbstorganisation zu erfahren und weiter zu entwickeln. Der systemische Ansatz sorgt dafür, dass unsere Kinder neugierig sind und lernen, flexibel und tolerant auf neue Situationen reagieren zu können. Sie erlernen logische Zusammenhänge zu durchdringen und folgerichtige Handlungsschritte abzuleiten. Fantasie und Kreativität sind weitere Hauptkräfte des Lernens, auf die unser pädagogisches Konzept baut. Wenn wir für unsere Kinder gerne möchten, dass sie zu starken Persönlichkeiten heranwachsen, dann müssen wir ihnen die Möglichkeit geben, ihre Persönlichkeit zu entfalten und ausdrücken zu können. Den Bezug zum realen Leben stellen unsere Pädagog*innen durch projektbezogene Lernprozesse her. Schülerfirmen und Schulfahrten geben gute Gelegenheiten zu ganzheitlichen Lernansätzen.

Warum ist das wichtig?

Direkt: Kinder, die gerne zur Schule gehen und für die »Schwänzen« ein Unding ist, die sich aufs Lernen freuen; die in den unteren Lerngruppen keine Hausaufgaben haben und später freiwillig und selbständig umfangreiche Hausaufgaben-Projekte bearbeiten.

Auf längere Sicht: Selbstbewusstsein, hohe Kommunikations- und Teamfähigkeit, eigenständiges Er-und Bearbeiten von Themen-und Problemkomplexen, Aufgeschlossenheit gegenüber konstruktiver Kritik, Verantwortung.

Kurz –das, was wir uns von unseren Mitmenschen und Nachbar*innen und auch für uns selbst wünschen.